Unterm Birnbaum: Das Meisterwerk von Theodor Fontane als freies eBook

 

I - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
II - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
III - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
IV - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
V - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
VI - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
VII - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
VIII - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
IX - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
X - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
XI - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
XII - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
XIII - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
XIV - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
XV - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
XVI - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
XVII - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
XVIII - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
XIX - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5
XX - S.1 S.2 S.3 S.4 S.5



Mit einem Mal aber gab es einen Krach, als bräche was zusammen, ein Baum oder ein Strauchwerk, und so ging sie denn mit dem Licht ans Fenster und, weil das Licht hier blendete, vom Fenster her in die Küche, wo sie den obern Türladen rasch aufschlug, um zu sehn, was es sei. Richtig, ein Teil des Gartenzauns war umgeworfen, und als sie das niedergelegte Stück nach links hin bis an das Kegelhäuschen verfolgte, sah sie, zwischen den Pfosten der Lattenrinne hindurch, daß in dem Hradscheckschen Hause noch Licht war. Es flimmerte hin und her, mal hier, mal da, so daß sie nicht recht sehen konnte, woher es kam, ob aus dem Kellerloch unten oder aus dem dicht darüber gelegenen Fenster der Weinstube.
»Mien Jott, supen se noch?« fragte die Jeschke vor sich hin. »Na, Kunicke is et kumpafel. Un dann seggt he hinnerher, dat Wedder wihr schull un he künn nich anners.«

Unter dieser Betrachtung schloß sie den Türladen wieder und ging an ihre Herdstätte zurück. Aber ihr Hang zu spionieren ließ ihr keine Ruh, und trotzdem der Wind immer stärker geworden war, suchte sie doch die Küche wieder auf und öffnete den Laden noch einmal, in der Hoffnung, was zu sehen.

 

© 2008 - Impressum - Datenschutz
Unterm Birnbaum - Das Meisterwerk von Theodor Fontane aus dem Jahre 1885 als komplettes Online Buch mit allen 20 Kapiteln zum freien lesen.